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Historisches

Entstehung bzw. Ersterwähnung der Ortschaften des Schleusegrundes

Gießübel:
1317
          
Gabel:
1350
Lichtenau:
zw. 1552 und 1580

Steinbach:
1360
Schönbrunn:
1950

Schönau:
1352
Engenstein:
1317

Tellerhammer:
1586
Oberneubrunn:
1332

Hüttenneubrunn:
1495
Biberschlag:
1317

Biberau:
1952 - 1994
Unterneubrunn:
1461

Drahthütte:
1485
Langenbach:
1525(1542)

Ernstthal:
1725



  • 1406 In einer Urkunde des Grafen Wilhelm von Henneberg werden u. a. Schönau und Steinbach erwähnt.
  • 1445 Am Fuß des Kirchberges im heutigen Ortskern von Schönbrunn wurde eine Kapelle errichtet.
  • 1485 In Unterneubrunn errichten Nürnberger Kaufleute eine Messingdrahthütte, die im 30-jährigen Krieg (1638) eingeht.
  • 1525 Im Tal des Langenbachs gründen der Schwabe Hans Greiner und Konsorten eine Glashütte mit 12 Stühlen. Produktion von Gläsern und Scheiben. Die Hütte produziert bis 1589 und wird wegen Holzmangel aufgegeben. Sie gilt als die „Mutterglashütte“ für weitere Dorfglashütten im Thüringer Wald, wie Fehrenbach und Lauscha.
  • 1542 Ersterwähnung von Langenbach als Dorf.
  • 1570 Gründung der Schule in Unterneubrunn, der ersten Dorfschule im damaligen Amt Eisfeld.
  • 1593 Ersterwähnung des Hammers im Weidach (Tellerhammer).
  • 1595 Die „Rote Mühle“ in Biberschlag wird konzediert.
  • 1596 Erwähnung des Dorfes Lichtenau.
  • 1648 Eine Eisfelder Amtsbeschreibung nennt im Umfeld von Unterneubrunn Kupferbergwerke im Tannengrund und in der Gabel sowie Versuche auf Schwefelabbau bei Gießübel. Ferner arbeiten im Tannengrund nahe der Tannenschneidmühle zwei Schmelzhütten und eine Schwefelhütte.
  • 1663 Einweihung der Kirche in Biberschlag.
  • 1722/23 Bau der Kirche „ Zur Heiligen Dreifaltigkeit“ in Gießübel.
  • 1725 Die Gutsherrschaft „Drahthütte“ wird in Ernstthal umbenannt und erhält den Status einer politischen Gemeinde.
  • 1794 – um 1858 Eisen- und Blechhammer in Unterneubrunn, später auf selbigen Grund die Gründung einer Glashütte.
  • 1800, 31.10. Johann Georg Martin Brückner wird in Oberneubrunn geboren. Er war Theologe, Pädagoge, Historiker, Geograf und Verfasser zahlreicher historischer Schriften, z.B. der Landeskunde des Herzogtums Sachsen-Meiningen. Brückner stirbt am 1.Juli.1881 in Meiningen.
  • 1823 Bau der Mahlmühle Unterneubrunn von Johann Andreas Witter, 1873 erfolgte ihr Kauf durch die Witwe Marie Schmidt (Gewürz-und Kräuterhandel).
  • 1863 Gründung der Glashütte in Unterneubrunn auf dem Gelände des stillgelegten Hammerwerkes. Das Werk entwickelt sich zur größten Hohlglashütte Thüringens zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit über 300 Beschäftigten. Am 1.8.1991 nach 128-jähriger Tätigkeit stillgelegt.
  • 1883 In Westhausen gründet Pfarrer Richard Hofmann eine „Studien und Erziehungsanstalt“, welche 1885 nach Unterneubrunn verlegt wird und dort als private Lehranstalt bis 1921 besteht.
  • 1890, 1.5. Eröffnung der Schmalspurbahn (1000 mm) Eisfeld - Unterneubrunn (17,82 km).
  • 1899 wurde das jahrhundertealte Floßgeschäft auf der Schleuse und deren Zuflüssen eingestellt.
  • 1904, 1.1. Ernstthal wird nach Unterneubrunn eingemeindet.
  • 1922 Engenstein wird nach Lichtenau eingemeindet.
  • 1944 Karl Heinz Rojahn gründet in Unterneubrunn die „Kahro“- Werkstätten.
  • 1947 Verlegung nach Oberneubrunn, in der DDR ein für die Region wichtiger Polstermöbelhersteller, ab 1959 Betrieb mit staatlicher Beteiligung und seit 1972 volkseigener Betrieb (VEB).
  • 1948, 25.6. Die Gewürzmühle Schmidt, nach 1873 gegründet und auf dem Gelände der alten Mahlmühle erbaut, wird enteignet und geht in den Besitz der Konsumgenossenschaft über. Sie entwickelt sich später zum bedeutendsten Gewürzhersteller der DDR.
  • 1950, 1.7. Die Gemeinden Unterneubrunn, Oberneubrunn, Schönau und Gabel schließen sich zur Gemeinde Schönbrunn zusammen. 2423 Einwohner.
  • 1950, 1.7. Die Orte Lichtenau, Biberschlag und Tellerhammer schließen sich ebenfalls zur Gemeinde Biberschlag zusammen. 1021 Einwohner.
  • 1953 Die letzte Mahlmühle im Bibergrund, die „Rote Mühle“, stellt ihre Tätigkeit ein und wird unter Denkmalschutz gestellt. In den zurückliegenden Jahrhunderten waren im Bibergrund zeitweise bis zu vier Mahlmühlen, fünf Schneidmühlen und drei Hammerwerke in Betrieb.
  • 1956 Einweihung der Schönbrunner Berghütte auf dem „Köpfchen“.
  • 1957, 10.7 Eröffnung Naturtheater Steinbach - Langenbach (2720 Plätze), größte Naturbühne der DDR mit Schillers „Die Räuber“, Regie: Fritz Bennewitz. Heute ist sie die größte Natur- und Freilichtbühne Thüringens, eine der schönsten Anlagen Deutschlands. Sie ist eine Attraktion der ganz besonderen Art und bislang Geheimtipp für Kenner.
  • 1967, 23.9. Einstellung des Personenverkehrs auf der Schmalspurbahnstrecke Eisfeld – Schönbrunn.
  • 1967 - 1979 Bau der Schönbrunner Trinkwassertalsperre, die auch zum Hochwasserschutz für das Schleuse- und Werragebiet dient (23,3 Mio. m³, Trinkwasseraufbereitung pro Tag: 50000 m³).
  • 1968 Im Oktober werden die letzten Bewohner aus Gabel wegen des Baues der Trinkwassertalsperre in zwei Wohnblocks nach Schönbrunn 
    (Unterneubrunn) umgesiedelt. 1969 Auflassung des Gabeler Friedhofes, 1970 -1974 Abriss des Schönbrunner Ortsteils.
  • 1973, 31.3. Einstellung des Schienenverkehrs auf der Schmalspurbahn Eisfeld – Schönbrunn („Gründerla“) und schrittweiser Abbau der Strecke.
  • 1980 Der Gemeinde Schönbrunn wird das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen.
  • 1981 Einweihung des Gedenksteins in Gießübel für die 4 ermordeten KZ - Häftlinge des Todesmarsches im April 1945.
  • 1990 – 2007 FUCHS Gewürze GmbH übernimmt Anteile des Konsums an der Gewürzmühle. 1992 wurde das Gewürzwerk zu 100% übernommen. Am Ortseingang, aus Richtung Waldau kommend, entsteht ein völlig neues Gewürzwerk. In den folgenden Jahren wurde das Gewürzwerk mehrfach erweitert. Im Jahr 2003 wurde das zweite Hochregallager gebaut. 2006 wurde das Nachbargrundstück der ehemaligen Firma „Steinhoff – Möbel“ gekauft und die vorhandenen Produktionshallen in das Gewürzwerk integriert. Zwischen den beiden Werken entstand 2007 das dritte Hochregallager.
  • 1992, 13.1. Die Schönbrunner Polstermöbel GmbH eröffnet einen modernen Produktionsbetrieb (ca. 150 Mitarbeiter).
  • 1993, 1.10. Feierliche Einweihung des Rathaus Schönbrunn.
  • 1994 Zusammenschluss der Gemeinden Schönbrunn, Biberau, Gießübel, Langenbach und Steinbach zur Gemeinde Schleusegrund. 3823 Einwohner.
  • 2000 Erneute Vergabe des Titels „Staatlich anerkannter Erholungsort“.
  • 2004, 25. 9. Eine neue Schanzenanlage im Bibergrund für den SV Biberau wird übergeben.
  • 2005 Im Dezember findet die Eröffnung des Pflegeheims „Herbstsonne“ in Schönbrunn statt.
  • 2008, 12. 5. Feierliche Eröffnung des Gewürzmuseums Schönbrunn und der Tourist -Information Schleusegrund in der ehemaligen Villa Schmidt. Wiedereröffnung des 1968/69 erbauten Schwimmbades in Schönbrunn nach Rekonstruktion.
  • 2009 Eröffnung der neuen Staatlichen Grundschule Schönbrunn.
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